Die 4 Riesen

weitere „geriatrische i´s“:

noch ein i: i, wie identifizieren

Ost  eoporo se

         

   Dem enz

Die Komplexität durch das gleichzeitige Vorhandensein der unterschiedlichsten Erkrankungen, die damit einhergehenden Fähigkeitsstörungen sowie die organischen und psychischen Besonderheiten des alten Menschen, bei dem immer auch das soziale Umfeld berücksichtigt werden muss, machen die Geriatrie zu einem der anspruchsvollsten Fächer der Medizin.

 

Ihre Entwicklung in Kliniken und wissenschaftlichen Instituten ist segensreich für die Menschheit. Sie muss eine viel stärkere Verbreitung bei allen Akteuren des Gesundheitswesens im ambulanten Sektor finden. Wie wir in Casana die alterstypischen Diagnosen, Symptome und Syndrome behandeln lesen Sie hier >.

 

Ob eine ambulante geriatrische Rehabilitation für Sie in Frage kommt erfahren Sie hier >

Demographie

Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland

(Quelle: Destatis)

Zahl der Pflegebedürftigen 2005 und 2030 nach

Art der Pflege (Quelle: Landesamt Baden-Württemberg)

Textfeld: Dieses i hat eine große Bedeutung für alle, die an der Behandlung geriatrischer Patienten beteiligt sind. Eine Vielzahl klassischer geriatrischer Erkrankungen bleibt unentdeckt oder wird zu spät diagnostiziert.

[Quelle: Beschluss der United European Medical Societies – Geriatric Medicine Section (UEMS-GMS) am 3. Mai 2008 auf Malta, Übersetzung GERIATRIE JOURNAL – jh]

Textfeld: Mobilität wird definiert als Fähigkeit zur selbständigen Fortbewegung, sie macht unser leben freier und reicher. Im Alter wird sie jedoch zunehmend bedroht. Der Sturz mit Frakturfolgen, als einer der größten Feinde des Älterwerdens, stellt durch die stetig wachsende Zahl älterer Menschen eine regelrechte Epidemie dar. 
Typischerweise führen mehrere Gründe gleichzeitg bei älteren Menschen zu Stürzen: Gleichgewichtsstörungen, Schmerzen, Sehstörungen oder die falschen Medikamente sind nur einige Beispiele. In Kombination mit einer Osteoporose sind sie für die zahlreichen Frakturen verantwortlich.
Es ist erwiesen, dass ein umfassendes Sturzvorbeugungsprogramm das Risiko für Stürze senkt. Darin sind wir spezialisiert.

Die Natur hat es so eingerichtet, dass Krankheiten gehäuft im Alter auftreten. Das erleichtert einerseits den Abschied von dieser Welt, andererseits senken chronische Erkrankungen und vor allem deren Folgeerscheinungen die Lebensqualität in den letzten Jahren.

Alter darf aber nicht gleichgesetzt werden mit Krankheit. Unbestritten steigt im Alter das Risiko, Krankheiten und Funktionseinschränkungen zu entwickeln. Aber nicht jeder ältere Mensch entwickelt alltagsrelevante Funktionseinbußen. Falls aber doch Behinderungen und Funktionseinschränkungen eingetreten sind, sollte im individuellen Fall versucht werden, die Möglichkeit einer Umkehrbarkeit dieser Funktionsverschlechterungen abzuschätzen.

Am häufigsten betroffen ist der sichere Gang auf zwei Beinen, eine außerordentlich komplizierte und daher anfällige Fähigkeit des menschlichen Organismus. Weitere Funktionen, die typischerweise gestört sein können, ist die Funktion des Greifens, Schluckens, Sprechens, Denkens, Hörens, Sehens, der Harn- und Stuhlkontrolle,  u.a.m. Es sind diese Fähigkeitsstörungen des älteren Organismus, die schleichend über die Jahre oder ganz plötzlich in den Vordergrund drängen, während die sie verursachenden Diagnosen zweitrangig werden. Die Funktionsstörungen nämlich verringern die Lebensqualität. Sie führen zu Hilfeabhängigkeit und schränken die Teilnahme an den Aktivitäten ein, die das Leben lebenswert machen. Chronische Schmerzen und Depression beschleunigen und verschlimmern diesen Verlauf häufig. Auf den Punkt bringt es der der bekannte Ausspruch: „Jeder will alt werden, keiner will alt sein“

Eine Trennung von Erkrankung, also von Diagnose und von Fähigkeitsstörung ist nicht möglich und nicht sinnvoll. Beide müssen erkannt, beschrieben und behandelt werden. Ein sehr wesentlicher Aspekt der geriatrischen Medizin, der den hohen Stellenwert der Rehabilitation in diesem Fach erklärt. Rehabilitationsmedizin hat zum Ziel, verlorengegangene Funktionen im günstigsten Fall wiederherzustellen, sie abzuschwächen, ein weiteres Voranschreiten zu stoppen oder zumindest zu verzögern.

[Das Zusammentreffen verschiedener Symptome wird als Syndrom bezeichnet. Die vier häufigsten Syndrome beim geriatrischen Patienten werden in der Literatur als die 4 Riesen bezeichnet. Sie beginnen alle mit einem i.]

IMMOBILITÄT

Geriatrie ist die medizinische Spezialdisziplin, die sich mit den körperlichen, geistigen, funktionalen und sozialen Aspekten in der Versorgung von akuten und chronischen Krankheiten, der Rehabilitation und Prävention alter Patienten sowie ihrer speziellen Situation am Lebensende befasst.

Diese Patientengruppe weist einen hohen Grad an Gebrechlichkeit und Multimorbidität auf und erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Im Alter können sich Krankheiten mit einem veränderten Erscheinungsbild präsentieren und sind daher oft schwierig zu diagnostizieren. Therapieerfolge treten verzögert ein und häufig besteht zusätzlich ein Bedarf an sozialer Unterstützung.

Geriatrie umfasst daher mehr als organorientierte Medizin, sie bietet zusätzlich eine Therapie im interdisziplinären Team. Dessen Hauptziel ist es, den funktionellen Status und die Lebensqualität des älteren Patienten zu verbessern und seine Autonomie zu fördern.

Geriatrische Medizin ist nicht altersabhängig, sondern behandelt die speziellen Erkrankungen alter Patienten. Viele Patienten werden über 65 Jahre alt sein. Doch die Mehrzahl der Patienten, die von Geriatrischer Medizin profitiert, gehört der Altersgruppe 80+ an.

GERIATRIE   I   REHA   I   PRAXEN   I   PFLEGE   I   REHASPORT   I   TEAM   I   COMMUNITY   I   ÜBER UNS

................................................................................................................................................................................................

Geriatrie

INSTABILITÄT

INTELLEKTUELLER ABBAU

INKONTINENZ

Textfeld: In der Physik spricht man von einem instabilen Gleichgewicht, wenn eine geringe Kraft ausreicht, um einen Körper aus der Balance zu bringen und er nur durch viel Energie wieder in seine Ausgangslage gelangt. 
So verhält es sich auch bei geriatrischen Patienten. Bereits geringe schädigende Einflüsse können eine große Wirkung haben, und bringen ihn aus dem Gleichgewicht, in das er nur mühsam und mit erhöhtem Zeitaufwand zurückfindet.
Auf eine Erkrankung propft sich die nächste auf, diese führt zu Komplikationen, usw., usw. 
Bei einem jungen, gesunden Menschen entspräche der graue Bogen einem U, und damit einem stabilen Gleichgewicht. 

Textfeld: Weg vom Geist“ bzw. „ohne Geist“ – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen. Damit ist das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen vorweggenommen, nämlich der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit. 
Am Anfang der Krankheit stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, in ihrem weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses, sodass die Betroffenen zunehmend die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verlieren.
Körperliche Bewegung, gesunde Ernährung, geistige Aktivität und soziale Teilhabe können das Risiko, im späteren Leben an Demenz zu erkranken verringern. (www.bmg.bund.de)
Textfeld: Harninkontinenz ist eine häufige Erkrankung, unter der in Deutschland etwa sechs bis acht Millionen Frauen und Männer leiden. Sie tritt in jedem Alter auf, wobei mit zunehmendem Alter die Harninkontinenz zunimmt. Harninkontinenz ist nicht generell mit einer Erkrankung gleich zu setzen, vielmehr handelt es sich in der Regel um ein Symptom. 
Die Inkontinenz wird im akutmedizinischen Alltag immer noch zu wenig registriert. Dies gilt gleichermaßen für die Patienten und die Behandelnden und steht in scharfem Kontrast zur enormen persönlichen und sozialpolitischen Bedeutung.
Prävention ist in verschiedensten Bereichen möglich und kann an sehr vielen Punkten ansetzen. (www.inkontinenz-selbsthilfe.com)

iMMOBILITÄT

iNSTABILITÄT

iNKONTINENZ

iNTELLEKTUELLER ABBAU

iSOLATION

Textfeld:   Vereinsamung

iNSOMNIA

Textfeld:    Schlaflosigkeit

iMPECUNIA

Textfeld:   Armut

iATROGEN

Textfeld:   Übertragung

iMPAIRED EYE

Textfeld:   Blindheit

iMPAIRED EAR

Textfeld:   Taubheit

................................................................................................................................................................................................

WAS BEDEUTET DEMOGRAFISCHER WANDEL?

Das erste mal in der Geschichte der Menschheit wird der Anteil älterer Personen in Deutschland größer sein, als der, der jüngeren. Die drei Grafiken links zeigen den demografischen Wandel im Verlauf. Um 1910 gab es eine breite Basis junger Menschen mit einer konstanten Abnahme an Älteren (Tannenbaum). 2050 dreht sich das Verhältnis um, die meisten Menschen werden älter sein bei gleichzeitig starker Abnahme der Jungen (Pilzform).

Die starke Zunahme an alten und sehr alten Menschen geht zwangsläufig mit einer stetig wachsenden Zahl an Pflegebedürftigen  einher (Grafik rechts).

Stärkster Anstieg bei den Hochbetagten

Die Alterung wird in Zukunft von den Hochbetagten (80 Jahre und älter) dominiert. Dies ist nicht zuletzt deshalb bedeutsam, weil vor allem diese Altersgruppe Hilfe- und Pflegeleistungen in Anspruch nehmen muss. Während 1871 weniger als 1 % der Bevölkerung in Deutschland älter als 80 Jahre war, so waren es 2006 bereits 5 %. Bis 2050 wird sich ihr Anteil nochmals verdreifachen. Dann wäre der Anteil der über 80-Jährigen genau so hoch wie der der unter 20-Jährigen. Die Hochbetagten sind die einzige Altersgruppe, die bis 2050 im Bestand noch nennenswert anwachsen wird.

1900 gab es in Deutschland weniger als 100 über 100-jährige, 2000 waren es 7.200, 2025 werden es 44.200 und 2050 114.700  sein!

Kaum zu glauben...

Zeit, mit der 1900 Michel Theato bei den Olympischen Spielen beim Marathonlauf die Goldmedaille gewann: 2:59:45

Schnellste Zeit beim Mannheimer Marathon 2008 in der Gruppe der Senioren: 2:54:09 (13.Platz)

Jedes 2. Neugeborene wird seinen 100. Geburtstag erleben

Jeder 4. der über 60-jährigen nutzt das Internet zum Einkaufen

Wer zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr mit Sport beginnt, halbiert das Sterblichkeitsrisiko jenseits des 60. Lebensjahres

Die höchste Lebenserwartung haben die Menschen in Andorra mit 83,5 Jahren

Berechnen Sie Ihre persönliche Lebenserwartung auf sueddeutsche.de >

GERIATRIE   I   REHA   I   PRAXEN   I   PFLEGE   I   REHASPORT   I   TEAM   I   COMMUNITY   I   ÜBER UNS

................................................................................................................................................................................................