Frühzeitig, rechtzeitig, präventiv.

Ältere Menschen leiden oft unter den Folgen von chronischen oder plötzlich auftretenden Erkrankungen: Schmerzen, Unbeweglichkeit und geistiger Abbau mindern die Lebensqualität. Wir wirken einer solchen Entwicklung entgegen.

 

Auf dieser Seite beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die ambulante geriatrische Rehabilitation und erklären Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben, um diese Leistung zu erhalten.

       Mit der Gesundheitsreform 2007 hat der Gesetzgeber die geriatrische Rehabilitation wesentlich gestärkt:

1. Sie ist seither keine Ermessensleistung der Krankenkassen mehr, sondern wurde in eine Pflichtleistung umgewandelt. Es besteht ein gesetzlicher Anspruch auf geriatrische Rehabilitation.

2. Das Mitbestimmungsrecht für Patienten wurde gestärkt, d.h. Sie können und sollen mitentscheiden, in welcher Einrichtung Sie rehabilitiert werden.

3. Auch für Pflegeheimbewohner haben sich die Chancen auf Rehabilitation verbessert: sie haben ebenfalls ein Recht auf Rehabilitation, ggf. als mobile, d.h. aufsuchende Reha, bei der das Team vor Ort,  im Pflegeheim die Behandlungen durchführt. Gleiches ist auch in der Wohnung geriatrischer Patienten möglich, wenn ein Transport in ein Behandlungszentrum nicht möglich erscheint.

4. Schliesslich wurde das Rehaantragsverfahren vereinfacht. Nur jeder 4. Antrag auf Rehabilitation soll von der Krankenkasse an den Medizinischen Dienst zur Prüfung weitergeleitet werden (Richtlinie MDK-Stichprobenprüfung v. 02.07.2008 >).

5. Und: die Ärztinnen und Ärzte des medizinischen Dienstes selbst sollen Rehabilitationspotential  bei der Prüfung zur Pflegebedürftigkeit feststellen und eine Mitteilung durch die Pflegekasse an den zuständigen Rehabilitationsträger auslösen. Diese Mitteilung gilt als Rehaantragstellung (Pflege-Weiterentwicklungsgesetz PfWG >).

6. Die Krankenkasse zahlt der Pflegekasse einen Betrag in Höhe von 3.072 Euro für pflegebedürftige Versicherte, für die innerhalb von sechs Monaten nach Antragstellung keine notwendigen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erbracht worden sind (§ 40, Abs. 3, SGB V >).

 

Das Recht auf eine angemessene Behandlung und Rehabilitation älterer Menschen ist ein justiziabler Leistungsanspruch, um jedem betagten Mitbürger ein selbstbestimmtes Leben im Alter und die zugesicherte Teilhabe sowie die Vermeidung oder Verminderung von Pflegebedürftigkeit zu ermöglichen (Reha vor Pflege, SGB XI, §31)

 

Wie ein typischer Casana-Patient aussieht und welche Verläufe wir erleben erfahren Sie hier >.

Wirbelsäulenleiden, wie Spinalkanalstenose (Verengung des Rückenmarkkanals), Bandscheibenvorfall

Gelenkersatz (TEP) bei geriatrischen Patienten

Diabetes mellitus und Folgeschäden, wie z.B. Polyneuropathie, diabetische Retinopathie

Schlaganfall, bei Hirnblutung und Gefäßverschluss

Parkinson, und andere neurologische Erkrankungen

Verzögerte Genesung, z.B. nach Infektionserkrankungen, längeren krankheitsbedingten Liegephasen

Typische geriatrische Antragsdiagnosen...

Gangstörung mit Stürzen, die durch eine oder mehrere der o.g. Diagnosen verursacht wird

sind häufig kombiniert mit geriatrischen Syndromen...

IMMOBILITÄT   I   INTELLEKTUELLER ABBAU   I   INKONTINENZ   I   INSTABILITÄT   I   ISOLATION

und bedrohen die selbständige Lebensführung.

GEHEN  I  TREPPENSTEIGEN   I   KÖRPERHYGIENE    I   ANKLEIDEN  I   NAHRUNGSAUFNAHME  I   HARN– UND STUHLKONTROLLE   I   KOMMUNIKATION   I   EINKÄUFE   I   HAUSWIRTSCHAFT

Rechtliche Grundlagen

Werden Sie aktiv! Warten Sie nicht, bis Stürze, Schmerzen und Leistungsabbau soweit fortgeschritten sind, dass Sie Schaden erleiden, der nicht mehr rückgängig zu machen ist.

 

Zu jedem Zeitpunkt sind Fortschritte möglich. Kraftzuwachs und eine Verbesserung von Koordination und Balance lassen sich durch ein gezieltes Training erreichen, Schmerzen durch physikalische Therapien und eine gebesserte Krankheitsverarbeitung lindern. Die Risiken für Stürze mit Frakturfolgen und damit für Pflegebedürftigkeit und Krankenhausbehandlung können gesenkt werden.

 

Die gesundheitliche Entwicklung lässt sich auch im hohen Alter durch aktivierende und passive, stabilisierende Maßnahmen entscheidend beeinflussen. Je früher damit begonnen wird, desto größer sind die Chancen für Sie.

Frakturen, wie Schenkelhalsfraktur, Armfraktur, Wirbelkörperbrüche bei Osteoporose (Knochenschwund)

An wen richtet sich das Angebot?

Wir behandeln Patienten, die aufgrund akuter oder chronischer Erkrankungen zunehmend unter Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags leiden. Das Mindestalter beträgt in der Regel 70 Jahre. Typischerweise leiden unsere geriatrischen Patienten unter den Folgen mehrerer Krankheiten (Multimoribidität).

 

Je nachdem, ob es sich um eine Beantragung während eines Krankenhausaufenthaltes oder von zu Hause aus handelt, lassen sich zwei unterschiedliche Antragsvarianten unterscheiden:

 

1. Ambulante Geriatrische Rehabilitation nach Krankenhausaufenthalt (AHB = Anschlussheilbehandlung)

Stationsärzte und der soziale Dienste der Klinik stellen den Kostenübernahmeantrag bei Ihrer Krankenkasse. Erkundigen Sie sich aktiv nach den Möglichkeiten, die Rehabilitation ambulant, z.B. in Casana durchzuführen.

 

Sie sollten sich dafür ausreichend sicher bei der Bewältigung des Alltags in Ihrer Wohnung fühlen. Falls sie bei Körperhygiene, Nahrungszubereitung oder Ankleiden Hilfe benötigen, muss sichergestellt sein, daß z.B. Ihr Partner oder ein Familienangehöriger diese Hilfe leisten kann. Alternativ kann auch eine professionelle Hilfe (Mobiler Pflegedienste >) dies übernehmen.

 

Transportfähigkeit ist ein weiteres wichtiges Kriterium: Für die Fahrten mit dem DRK müssen Sie zumindest sitzstabil sein. Dabei werden Transporte mit Rollstuhl routinemäßig durchgeführt. Die Zivildienstleistenden begleiten Sie die Treppen rauf und runter und tragen Sie bedarfsweise auch über eine solche Barriere. Die Fahrten mit dem DRK sind kostenfrei.

 

In aller Regel informieren uns die Kliniken direkt nach Kostenzusage und Ihre ambulante Rehabilitation bei uns beginnt nahtlos kurz nach Entlassung.

 

 

2. Ambulante Geriatrische Rehabilitation ohne vorausgegangen Krankenhausaufenthalt

Eine ambulante Rehabilitation während Sie zu Hause oder im Pflegeheim leben wird über das Rehaantragsverfahren mit den Formularen 60 und 61 von Ihrem Hausarzt oder von Ihren Fachärzten eingeleitet. Falls diese nicht die Qualifikation für die Antragstellung besitzen, können diese Sie mit einer Überweisung an uns weiterleiten.

 

Entscheidend bei der Antragstellung ist, ob es ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Komplikationen gibt, wie z.B. für Sturz und Fraktur. Oder ob ein instabiler Zustand vorliegt, der in absehbarer Zeit zu einem Krankenhausaufenthalt oder zu einer Pflegebedürftigkeit führen könnte. Auch chronische Schmerzen rechtfertigen eine Rehabilitationsmaßnahme, da nach modernen Erkenntnissen nur eine intensive und durch verschiedene Spezialisten durchgeführte Maßnahme den Zustand der Chronifizierung unterbrechen kann (multimodaler Therapieansatz).

Wir beraten Sie gerne persönlich zum Rehaantragsverfahren: 0621-842550

GERIATRIE   I   REHA   I   PRAXEN   I   PFLEGE   I   REHASPORT   I   TEAM   I   COMMUNITY   I   ÜBER UNS

Wir behandeln geriatrische Patienten,

die auf dem Brunnenrand sitzen.

Zuzahlung

In vielen medizinischen Bereichen haben die Krankenkassen eine Selbstbeteiligung eingeführt. Auch die ambulante Rehabilitation ist hiervon betroffen. Der Eigenanteil beträgt 10,00 € pro Behandlungstag und ist auf max. 280,00 € (d.h. 28 Tage begrenzt.

 

Folgende Patienten müssen keine Zuzahlungen leisten:

           a) bei Befreiung von Zuzahlungen

           b) bei vorausgegangenem stationären Aufenthalt, wenn dieser mehr oder 28 Tage beinhaltete.

                Andernfalls ist die Differenz noch zu bezahlen (z.B. 10 Tage Krankenhaus und 18 Tage Reha à 10 €).

 

Behandlungsdauer und –intensität

Im Regelfall genehmigen die Krankenkassen 20 Behandlungstage. Die Behandlungsfrequenz liegt bei 3-4 Behandlungstagen pro Woche. Von der Abholung zu Hause bis zum Abschluß der Behandlung vergehen zwischen 4-6 Stunden. Verlängerungen sind möglich.

 

Bekleidung

Die meisten Rehateilnehmer erscheinen in Tageskleidung. Ein Trainingsanzug ist nicht erforderlich, kann aber gerne getragen werden. Die Mitnahme eines Handtuchs ist erwünscht.

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