Unter einem Dach finden Sie in Casana Mediziner, Therapeuten und Pfleger. Sie alle arbeiten gemeinem mit Ihnen an dem Ziel, Ihre Gesundheit und Selbständigkeit zu fördern und zu erhalten. Studien zeigen, dass die ambulante geriatrische Rehabilitation Pflegebedürftigkeit vermeiden kann.

Durch gezieltes Training lässt sich die Muskulatur kräftigen sowie Koordination und Balance verbessern. Eine physikalische Therapie hilft zusätzlich dabei, Schmerzen zu lindern. So gestärkt, lassen sich die Folgen von Krankheiten abmildern, Akuterkrankungen und Verletzungen können besser und schneller auskuriert werden.

Durch aktivierende und stabilisierende Maßnahmen lässt sich die Gesundheit auch im hohen Alter entscheidend beeinflussen. Je früher Sie damit beginnen, desto höher sind Ihre Chancen, noch viele Jahre selbständig und mobil zu bleiben.

Welche Menschen wir hier in Casana betreuen und welche Entwicklungen wir erleben – das erfahren Sie hier.

Werden Sie aktiv! Warten Sie nicht, bis Stürze, Schmerzen und Leistungsabbau dazu führen, dass Sie einen Schaden erleiden, der nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Ambulante geriatrische Rehabilitation

In Casana werden hilfebedürftige Menschen wohnortnah und ohne Klinikaufenthalt von Fachärzten und einem therapeutischem Team rehabilitiert. In unserem Rehazentrum auf dem Mannheimer Lindenhof finden Sie Ärzte, Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Psychologen und viele weitere Spezialisten unter einem Dach. Ob individuelle Trainingstherapie an Geräten oder Gymnastik in der Gruppe, Entspannung oder Aktivierung, Gespräch oder Beratung – wir finden die geeignete Therapie für Sie. Als Patient parken Sie bei uns kostenlos, unser Zentrum ist jedoch auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Falls Sie selbst nicht mehr mobil sind, bringt Sie unser Fahrdienst in den Lindenhof – oder wir kommen zu Ihnen nach Hause oder ins Pflegeheim.

Unsere Rehabilitanden:

…sind in der Regel älter als 70 Jahre
…haben mehrere gesundheitliche Probleme gleichzeitig
…haben Schwierigkeiten, den Alltag zu bewältigen
…besitzen ein erhöhtes Risiko, pflegebedürftig zu werden
…sind bereits pflegebedürftig oder bedroht davon

Mobil & selbständig bleiben – bis ins hohe Alter

Diese typischen Diagnosen...

Gangstörung mit Sturzneigung
Chronischer Schmerz
Spinalkanalstenose
Diabetes mit Polyneuropathie
Herzinsuffizenz
Parkinson
Schlaganfall
Fraktur
Demenz
u.a.m.

...bedrohen die selbständige Lebensführung

Körperhygiene
Ankleiden
Gehen
Treppensteigen
Nahrungsaufnahme
Kommunikation
Einkäufe
Hauswirtschaft
u.a.m.

Wir können einer solchen Entwicklung entgegenwirken.

Wie komme ich an diese Leistung?

Ambulante geriatrische Rehabilitation muss von einem Arzt beantragt und von der Krankenkasse genehmigt werden.

1. OHNE vorausgegangenen Krankenhausaufenthalt

Die meisten unserer Rehabilitanden werden uns von Ihren Haus- und Fachärzten mit einem Überweisungsschein an Geriatrie zugewiesen. Wir rufen dann bei Ihnen an und vereinbaren einen Termin, falls erforderlich auch als Hausbesuch. Ihre Ärzte können aber auch selbst einen Rehaantrag ausfüllen und an die Kasse schicken. Fragen Sie einfach, und entscheiden Sie, welche Variante ihnen Ihnen lieber ist.

2. NACH Krankenhausaufenthalt

Die Stationsärzte und die sozialen Dienste stellen den Kostenübernahmeantrag bei Ihrer Krankenkasse. Erkundigen Sie sich aktiv im Krankenhaus nach den Möglichkeiten, eine Rehabilitation ambulant in Casana durchzuführen. In der Regel informieren uns die Kliniken direkt nach einer Kostenzusage und Ihre ambulante Rehabilitation bei uns beginnt nahtlos kurz nach Entlassung.

Ambulante geriatrische Rehabilitation

Bei dieser Variante finden die Behandlungen in unserem Rehabilitationszentrum auf dem Lindenhof in Mannheim statt. Die Rehabilitanden werden bei Bedarf von unserem Transportdienst zur Einrichtung und wieder nach Hause – auch ins Pflegeheim – befördert.

Mobile Rehabilitation

Ärzte und Therapeuten kommen zu Ihnen nach Hause (auch ins Pflegeheim) und führen die Rehabilitation vor Ort durch.

Welche Therapieform für Sie geeigneter ist, entscheidet der antragstellende Arzt mit Ihnen zusammen.

Bitte beachten Sie für die ambulante Rehabilitation folgende Voraussetzungen:

Sie müssen sich für eine ambulante Rehabilitation ausreichend sicher fühlen bei der Bewältigung des Alltags in Ihrer Wohnung. Falls Sie bei Körperhygiene, Nahrungszubereitung oder Ankleiden Hilfe benötigen, muss sicher gestellt sein, dass z.B. Ihr Partner, oder ein Familienangehöriger oder ein Pfleger diese Hilfe leisten kann.

Transportfähigkeit ist ein weiteres wichtiges Kriterium: Für die Fahrten mit unseren Fahrzeugen müssen Sie zumindest sitzstabil sein. Dabei werden Transporte mit Rollstuhl routinemäßig durchgeführt. Die Fahrer begleiten Sie die Treppen hinauf und hinunter. Die Fahrten sind kostenfrei.

Zuzahlung

In vielen medizinischen Bereichen haben die Krankenkassen eine Selbstbeteiligung eingeführt. Auch die ambulante Rehabilitation ist hiervon betroffen. Der Eigenanteil beträgt 10,00 € pro Behandlungstag und ist auf max. 280,00 € (d.h. 28 Tage) begrenzt.

Folgende Patienten müssen keine Zuzahlungen leisten:

  • bei Befreiung von Zuzahlungen.
  • bei vorausgegangenem stationären Aufenthalt, wenn dieser 28 Tage oder länger dauerte. Andernfalls ist die Differenz noch zu bezahlen (z.B. 10 Tage Krankenhaus und 18 Tage Reha à 10 €).

Wie ist der Ablauf?

Behandlungsdauer und -intensität

Im Regelfall genehmigen die Krankenkassen 20 Behandlungstage. Die Behandlungsfrequenz liegt bei 3-4 Behandlungstagen pro Woche. Von der Abholung zu Hause bis zum Abschluß Ende der Behandlung vergehen zwischen 4-6 Stunden. Verlängerungen sind möglich.

Bekleidung

Die meisten Rehateilnehmer erscheinen in Tageskleidung. Ein Trainingsanzug ist nicht erforderlich, kann aber gerne getragen werden. Die Mitnahme eines Handtuchs ist erwünscht.

Rechtliche Grundlagen

Das Recht auf eine angemessene Behandlung und Rehabilitation älterer Menschen ist ein justiziabler Leistungsanspruch, um jedem betagten Mitbürger ein selbstbestimmtes Leben im Alter und die zugesicherte Teilhabe sowie die Vermeidung oder Verminderung von Pflegebedürftigkeit zu ermöglichen (Reha vor Pflege, SGB XI, §31)

Mit der Gesundheitsreform 2007 hat der Gesetzgeber die geriatrische Rehabilitation wesentlich gestärkt:

1. Sie ist seither keine Ermessensleistung der Krankenkassen mehr, sondern wurde in eine Pflichtleistung umgewandelt. Es besteht ein gesetzlicher Anspruch auf geriatrische Rehabilitation.

2. Das Mitbestimmungsrecht für Patienten wurde gestärkt, d.h. Sie können und sollen mitentscheiden, in welcher Einrichtung Sie rehabilitiert werden.

3. Auch für Pflegeheimbewohner haben sich die Chancen auf Rehabilitation verbessert: sie Sie haben ebenfalls ein Recht auf Rehabilitation, ggf. als mobile, d.h. aufsuchende Reha, bei der das Team vor Ort, im Pflegeheim, die Behandlungen durchführt. Gleiches ist auch in der Wohnung geriatrischer Patienten möglich, wenn ein Transport in ein Behandlungszentrum nicht möglich erscheint.

4. SchliesslichSchließlich wurde das Rehaantragsverfahren vereinfacht. Nur jeder 4. Antrag auf Rehabilitation soll von der Krankenkasse an den Medizinischen Dienst zur Prüfung weitergeleitet werden (Richtlinie MDK-Stichprobenprüfung v. 02.07.2008 >).

5. Und: die Ärztinnen und Ärzte des medizinischen Dienstes selbst sollen das Rehabilitationspotential bei der Prüfung zur Pflegebedürftigkeit feststellen und eine Mitteilung durch die Pflegekasse an den zuständigen Rehabilitationsträger auslösenveranlassen. Diese Mitteilung gilt als Rehaantragstellung (Pflege-Weiterentwicklungsgesetz PfWG >).

6. Die Krankenkasse zahlt der Pflegekasse einen Betrag in Höhe von 3.072 Euro für pflegebedürftige Versicherte, für die innerhalb von sechs Monaten nach Antragstellung keine notwendigen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erbracht worden sind (§ 40, Abs. 3, SGB V >).

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