Hier stellen wir Ihnen die verschiedenen Abteilungen und Berufe vor, die in Casana mit den Rehabilitanden zusammenarbeiten. Sie alle verbindet eine jahrelange Erfahrung in der Behandlung geriatrischer Patienten.

Ärzte

Unsere Ärzte:

  • Leiten das Rehabilitationsteam
  • Überprüfen die Medikation
  • Stimmen sich mit Haus- und Fachärzten ab
  • Überprüfen die Risiken für Komplikationen und Pflegebedürftigkeit
  • Führen vor der Rehabilitation ein geriatrisches Assessment durch
  • Veranlassen bei Bedarf Diagnostik

Erfolgreiche geriatrische Behandlung und Rehabilitation setzen eine qualifizierte medizinische Betreuung  voraus. Diese beginnt mit einer detaillierten Befunderhebung und Basisdokumentation, einschließlich eines geriatrischen Assessments bei der Aufnahmeuntersuchung. 

Bereits vorab wird bei der Anmeldung von Reha-Patienten, in Rücksprache mit den zuweisenden Kassen, bzw. bei Patienten aus dem ambulanten Sektor mit dem einweisenden Arzt, die Indikation für eine Behandlung unter Berücksichtigung des individuellen Rehabilitationspotenzials bzw. Therapieziels geklärt. Im therapeutischen Team unter ärztlicher Leitung wird dann für jeden Patienten ein regelmäßig zu überprüfendes Therapieziel definiert und ein Behandlungsplan erstellt. Diagnostische Maßnahmen unter Berücksichtigung altersspezifischer Besonderheiten können einerseits notwendig werden, um die weitere Behandlung des Patienten besser planen und lenken zu können, andererseits sind selten Untersuchungen bei neu auftretenden akuten Erkrankungen (z.B. Infektionen) erforderlich. Weiterhin sind Untersuchungen zur Überwachung und Kontrolle des Heilungsverlaufes erforderlich. In der Geriatrie wird aber auf Diagnostik verzichtet, wenn sie den Patienten unnötig belastet, ohne dass ein angemessener therapeutischer Nutzen daraus resultiert. Auf eine Medikation, die sich auf die wichtigsten Indikationen beschränkt, muss ärztlicherseits wegen häufiger Nebenwirkungen und Wechselwirkungen besonders geachtet werden. 

Verschiedene Fachärzte anderer Bereiche werden je nach Fragestellung konsiliarisch hinzugezogen (z.B. Chirurgen, Orthopäden, Neurologen, Haut- und Augenfachärzte).

Im therapeutischen Prozess obliegt dem Arzt neben der medizinischen Versorgung (Zwischenbesprechungen, Medikation, Beratung, z.T. Wundversorgung, Verordnung von Therapien) die verantwortliche Leitung und Koordination des Teams mit den zwei mal wöchentlich stattfindenden Teambesprechungen. Individuelle und gemeinsame medizinische Fortbildung nach aktuellem Stand der Wissenschaft und unter Einschluss ethischer Fragestellungen wird als unabdingbar für eine qualifizierte medizinische Behandlung erachtet.

Pflege

Unser Pflegepersonal:

  • Unterstützt den Rehabilitanden während der Reha
  • Führt aktivierende Pflege durch
  • Kümmert sich um Rehabilitanden mit Demenz
  • Leitet Angehörige an

Persönliche Begleitung und Betreuung

Die Pflege in der ambulanten geriatrischen Rehabilitation hat ihr Hauptaufgabengebiet in der Begleitung und Betreuung der Rehabilitanden mit Demenz.

Sie unterstützt diese kognitiv eingeschränkte Personengruppe beim Rehabilitationsprozess moderiert Gruppengespräche, fördert spielerisch die Kommunikation und durch ein gemeinsames Essen und Kochen die Selbsthilfekompetenz der Patienten.

Physiotherapie

Die Physiotherapie:

  • Verbessert die Selbständigkeit im Bereich Mobilität
  • Lindert Schmerzen
  • Trainiert Hilfsmittel
  • Verbessert die Beweglichkeit von Gelenken und Rumpf

Die Physiotherapie nutzt, als Bestandteil einer ärztlichen Verordnung, in ihrem Hauptschwerpunkt Bewegungen - vornehmlich die des Patienten - zu Heilzwecken.

Zur Entwicklung, zum Erhalt und zur Wiederherstellung aller Funktionen im körperlichen und psychischen Bereich werden prophylaktische, therapeutische und rehabilitative Ziele als Hilfen definiert. Die Physiotherapie umfasst auch die Schulung von Ersatzbewegungen (sogenannten Trickbewegungen) bei nicht mehr rückbildungsfähigen Störungen. Die angewandten Verfahren sind spezielle Techniken, die sich aus dosierten und zielgerichteten Bewegungsformen aus Sport und Gymnastik sowie Bewegungsabläufen aus den Alltagssituationen zusammensetzen. Weiterhin werden Lern-, Übungs- und Trainingsprinzipien aus dem Sport und der Sportmedizin übernommen. Neben der eigentlichen Therapie gehört auch die Anleitung der Angehörigen im Umgang (Handling) mit dem Patienten und die Hilfsmittelversorgung (Gehhilfen, Schienen, Transferhilfen,...) zu den Aufgaben des Physiotherapeuten. Unterstützend und ergänzend werden neben diesen Methoden auch alle anderen Techniken der physikalischen Therapie wie Elektrotherapie, Hydrotherapie, Massage, Lymphdrainage, Wärme- /Kälteanwendungen kombiniert.

Die physiotherapeutische Behandlungssituation - ob in Einzel- oder in Gruppenbehandlungen – ist durch die starke persönliche Begegnung von Patient und Behandler gekennzeichnet. Aus dieser Definition des Begriffs "PHYSIOTHERAPIE" heraus soll im Folgenden auf die prinzipiellen Möglichkeiten der Behandlung im Bereich der Geriatrie eingegangen werden. Innerhalb der Geriatrie muss beachtet werden, dass die Patienten i.d.R. an multiplen Krankheiten leiden und der Heilungsverlauf im Vergleich zum jungen Menschen deutlich länger andauert. Zudem ist auch der Lernprozess des alten Menschen im Vergleich zum jüngeren verlangsamt. Die Voraussetzung für jede Behandlung ist der physiotherapeutische Befund. Aus ihm heraus werden Maßnahmen abgeleitet, die dem Patienten zu einem leichteren, selbständigeren und schmerzärmeren Leben oder zur Erhaltung bestehender Fähigkeiten verhelfen sollen. Die in die Behandlung einfließenden Techniken bzw. Behandlungsmethoden hängen auch vom jeweiligen Arbeitsschwerpunkt des Physiotherapeuten ab.

Ergotherapie

Die Ergotherapie:

  • Übt die Aktivitäten des täglichen Lebens für Selbständigkeit
  • Führt Hirnleistungstraining durch
  • Verbessert die Motorik
  • Verbessert die Beweglichkeit Hand, Arm und Schulter
  • Trainiert Hilfsmittel
  • Führt Entspannungstherapien durch
  • Führt Aktivierungsbehandlung bei Polyneuropathie durch

Ergotherapie in der Geriatrie

Aufgabe der Ergotherapie ist es, die größtmögliche Selbstständigkeit des Patienten im Alltag zu erhalten – insbesondere die Aktivierung verloren gegangener Funktionen, sowie der Erhalt vorhandener Fähigkeiten.

Die Ergotherapie findet in Gruppen sowie in Einzelanwendungen statt und beinhaltet:

Förderung/Erhalt der motorisch-funktionellen Fähigkeiten

  • Erweiterung des schmerzfreien Bewegungsablaufs durch Gelenkmobilisation und Anleitung zu Bewegungsübungen
  • Förderung des Gelenkschutzes und Anleitung zum korrekten Umgang mit Hilfsmitteln
  • Training bei Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Rückenschule

Aktivierung kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten

  • Hirnleistungstraining
  • Förderung der Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Verbesserung der Wahrnehmung und Sensibilität
  • Entspannungsverfahren ( Progressive Muskelentspannung, Yoga auf dem Stuhl..)
  • Anleitung zur Selbsthilfe
  • Training der Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Sturzprävention
  • Hilfsmittelberatung ggf. Angehörigenberatung


Die Inhalte der Ergotherapie sind bestimmt von dem Ziel, die größtmögliche Selbständigkeit des Patienten wieder zu erreichen.

Die Zieldefinition erfolgt in Abstimmung mit dem Patienten und seinen Angehörigen, ist präzise, alltagsrelevant und teilhabeorientiert formuliert und orientiert sich an den zugrunde liegenden Kriterien der ICF.


Die Besonderheit der Ergotherapie liegt darin, dass Bewegungsmuster und Handlungen nicht abstrakt nachvollzogen werden, sondern unter Verwendung von Hilfsmitteln und unter Einbeziehung von Alltagsgegenständen eingeübt werden. Das Maß der durch die Erkrankung erlittenen körperlichen, geistigen und/oder psychischen Einschränkungen bestimmt den Inhalt bzw. den Schwerpunkt der Behandlung.


Bereits im Erstkontakt mit dem Patienten werden Eindrücke über seine motorischen Fertigkeiten (z.B. Sitz- oder Stehfähigkeit), aber auch über seine Orientierung zur Person, Zeit, Ort und Situation sowie seine Ziele und Fähigkeiten gewonnen.

Logopädie

Die Logopädie:

  • Behandelt Sprachstörungen (Aphasie) und Sprechstörungen (Dysarthrie)
  • Behandelt Schluckstörungen
  • Fördert Kommunikation, Lesen, Schreiben und Mimik

In der geriatrischen Rehabilitation und Akutbehandlung werden im logopädischen Bereich vorwiegend Patienten mit neurologischen Sprach-, Sprech-, Schluck- und Stimmstörungen unterschiedlichen Schweregrades betreut.

Die Schwerpunkte der nachfolgenden Beschreibungen sind auf die klinischen Bilder der Aphasien (Sprachstörungen), Dysarthrophonien (Sprech- und Artikulationsstörungen) und Dysphagien (Schluckstörungen) gerichtet. Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen treten oft gemeinsam auf, so dass häufig umfassendere sprachtherapeutische Interventionen erforderlich werden. Die am häufigsten in unserer Einrichtung anzutreffenden Störungsbilder sind:

Aphasien:

Der Begriff "Aphasie" leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet eigentlich "Sprachlosigkeit". Dennoch haben die meisten Patienten ihre Sprache nicht völlig verloren. Es handelt sich vielmehr um eine Sprachstörung, die in sehr unterschiedlichen Schweregraden auftreten kann. Einige Patienten zeigen nur leichte Unsicherheiten, z.B. in der Wortfindung, andere haben die Fähigkeit, sich sprachlich auszudrücken und Sprache zu verstehen, praktisch komplett eingebüßt. Wichtig zu wissen ist, dass alle sprachlichen Modalitäten, nämlich Sprechen und Verstehen, Lesen und Schreiben betroffen sein können.

Dysarthrophonien:

Dysarthrien sind Sprechstörungen in Folge von Erkrankungen oder Veränderungen der zentralen Bahnen, Kerne und Hirnareale der am Sprechvorgang beteiligten Hirnnerven. Hieraus können sich Koordinations-, Funktions-, oder Bewegungseinschränkungen der am Sprech- und Stimmgebungsvorgang beteiligten Muskeln bzw. Muskelgruppen ergeben. Typische Symptome sind z.B. langsames, monotones oder skandierendes (abgehackt/verlangsamtes) Sprechen, Schwankunken in Lautstärke und Tonhöhe und verwaschene, unpräzise Artikulation. Es sind also nicht die innere Sprache (Sprachprozessierung) und das Sprachverständnis gestört, sondern lediglich die Funktion der Sprechorgane.

Dysphagien:

Schluckstörungen treten oft nach Schlaganfällen auf, aber auch bei anderen neurologischen Erkrankungen wie z.B Morbus Parkinson. Hier sind sie (wie die Dysarthrien) meist Folge von Erkrankungen oder Veränderungen der zentralen Bahnen, Kerne und Hirnareale der am Schluck- und

Sprechvorgang beteiligten Hirnstrukturen. Bei schwerwiegenden Schluckstörungen besteht die Gefahr der ASPIRATION = Eindringen von Fremdkörpern (Flüssigkeit oder Speisebrocken) in die Lunge. Besonders gefährlich ist die sogenannte SILENT ASPIRATION (Stille Aspiration). Hierbei geraten Fremdkörper oder Flüssigkeiten in die unteren Luftwege, ohne unmittelbare klinische Zeichen; z.B. wird nicht gehustet.

Nachsorge und Angehörigenberatung:

Die Aufklärung von Patienten und Angehörigen über die vorliegenden Störungsbilder, den adäquaten Umgang mit den Betroffenen und die Anleitung zu möglichen Hilfestellungen sind in allen Fällen wichtige Bestandteile der logopädischen Arbeit. Da eine Fortsetzung der Therapie nach dem Klinikaufenthalt oft notwendig ist, versuchen wir, schon während des Aufenthaltes eine Anschlussbehandlung durch eine wohnortnahe logopädische Praxis zu sichern. Der Umgang mit sprachgestörten Menschen sowie ein Konzept zur ICF-orientierten Behandlung von Patienten mit schweren Kommunikationsstörungen können im Anhang nachgelesen werden.

Medizinische Trainingstherapie

Die Medizinische Trainingstherapie (MTT):

  • Fördert Kraft & Ausdauer
  • Fördert Koordination, Balance & Körperwahrnehmung
  • Wirkt Osteoporose entgegen
  • Vermeidet Stürze und baut Sturzangst ab

Das Ziel der Medizinische Trainingstherapie (MTT) besteht in einer Verbesserung der Kraft und funktioneller Leistungen wie Gehen, Stehen, Treppen Steigen.

Unter permanenter Aufsicht erfahrener Sportwissenschaftler werden auf der Basis trainingswissenschaftlicher Grundlagen und unter Einsatz spezieller, für die Rehabilitation zugelassener Trainingsgeräte die wichtigen Qualitäten Kraft, Ausdauer, Koordination und Balance gefördert.

Dabei stellen Kraftdefizite und Defizite in der Balance und funktionellen Leistung die Hauptrisikofaktoren für Stürze im Alter dar. Das Beherrschen von funktionellen Alltagsleistungen bestimmt die Selbstständigkeit und Lebensqualität älterer Menschen in besonderer Weise. Ziel der MTT ist die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, um die Selbstständigkeit und Unabhängig im Alter auch bei gesundheitlicher Schädigung zu verbessern und zu erhalten.

Physikalische Therapie und Massage

Physikalische Therapie und Massage:

  • Entspannt die Muskulatur
  • Entstaut die Extremitäten
  • Lindert Schmerzen
  • Fördert die Entspannung

Unterstützung und Stabilisierung

Das Tätigkeitsfeld des Masseurs und med. Bademeisters beschränkt sich im wesentlichen auf die Durchführung passiver Behandlungsmaßnahmen. Sie dienen der Unterstützung aktiver Therapien und haben zum Ziel, die krankheitsbedingten Leiden des Patienten zu lindern und eine Stabilisierung seines psychischen und physischen Zustandes herbeizuführen.

An passiven Behandlungsmaßnahmen kommen in Betracht:

  • Massage (klassische und Bindegewebsmassage ,Fußzonenereflexbehandlung)
  • Lymphdrainagen
  • Hydro-Balneotherapie (Moorpackungen, Wickel, heiße Rolle)
  • Kryotherapie (auch Eistherapie)
  • Elektrotherapie (Elektrostimulation) bei Polyneuropathie

Psychologie

Die Psychologie:

  • Diagnostisches Gespräch und Testung mit den Schwerpunkten Demenz und Depression 
  • Unterstützt beim Abbau von Ängsten 
  • Fördert Entspannung und Genuss
  • Entwickelt mit dem Patienten Problemlöse- und Kompensationsstrategien

Neuropsychologische Therapie:

Kognitives Training findet als Einzelbehandlung oder in Gruppen statt.

Psychologische Einzelbehandlung:

Psychologische Einzelbehandlung wird für folgende Indikationen angeboten:

  • Patienten mit depressiver Symptomatik und/oder suizidalen Tendenzen; letzteres insbesondere zur Abklärung in Kooperation mit dem ärztlichen Dienst
  • Angstsyndrome
  • unterstützende Behandlung und Beratung bei Schmerzzuständen
  • Psychosomatische Beeinträchtigungen i.w.S. (z.B. Somatisierungstendenz, Schlafstörungen, essentielle Hypertonie etc.)
  • Hilfestellung bei Krankheitsverarbeitung und/oder Trauerbewältigung
  • familiäre bzw. partnerschaftliche Konflikte
  • Förderung der Therapiemotivation

Je nach Patient und zugrundeliegender Symptomatik wird zunächst in einem Gespräch der Bedarf nach weitergehender psychologischer/psychotherapeutischer Beratung geklärt. In diesem Gespräch versucht die Psychologin zunächst, mehr über den Patienten und seine Probleme zu erfahren. Dazu wird sie sich relativ ausführlich nach den Beschwerden, aber auch sehr umfassend nach der sonstigen Lebenssituation des Patienten erkundigen. Bei Bedarf und auf Wunsch des Patienten wird in weiteren Gesprächen nach konkreten Problemlösungen gesucht, psychische Unterstützung in Form entlastender, ressourcenaktivierender Gespräche angeboten, Informationen zu psychischen Krankheitsbildern vermittelt und zu therapeutischen Angeboten beraten.

Angehörigenberatung:

Die Indikationen hierfür sind vielfältig. Sie leiten sich zum Teil aus vorangegangenen Einzelgesprächen ab, sind Resultat der neuropsychologischen Diagnostik oder erfolgen auf Vorschlag einzelner Mitarbeiter des behandelnden Teams. Es kann sich hierbei um originäre Beratungsgespräche handeln, z.B., wie eine pflegende Person mit einem chronisch verwirrten älteren Menschen umgehen sollte oder welche Hilfestellungen bei bestimmten zerebralen Defiziten (z.B. Sprachstörungen) angemessen wären; die Gespräche können aber auch auf die Bearbeitung partnerschaftlicher oder generationenübergreifender Konflikte abzielen, wobei es dann eher darum geht, festgefahrene Strukturen aufzuweichen und neue Perspektiven im Umgang miteinander zu eröffnen.

Ernährungsberatung

Die Diät- und Ernährungsberatung:

  • Erhebt einen Ernährungsstatus
  • Berät zu Ernährung bei Krankheiten
  • Wirkt Fehl- und Mangelernährung entgegen
  • Informiert zu gesunder Ernährung

Die therapeutische Aufgabe für die Diätassistentin in der Geriatrie besteht in der Beratung und Schulung sowie der Nahrungsanpassung des alten Menschen selbst sowie der pflegenden Angehörigen.

Es gilt, wie bei den Therapien, das subjektive Lebensgefühl der Patienten zu verbessern; z.B. durch eine günstigere Stoffwechselsituation, ohne dass die Betroffenen auf den Genuss beim Essen gänzlich verzichten müssen. Dabei kann im höheren Alter oft auf eine zu straffe Reglementierung verzichtet werden, da die Primärprävention an Bedeutung verliert. Etwas strenger wird die Diät (z.B. Diabetes- oder fettreduzierte Kost) gehandhabt, wenn z.B. bereits eine Manifestation einer Gefäßerkrankung (Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßerkrankung etc.) vorliegt. In diesen Fällen werden evidenzbasierte Leitlinien als Grundlage für die diättherapeutische Arbeit und die evidenzbasierte Ernährungsempfehlung und Prävention des Diabetes mellitus zu Grunde gelegt.

Dies beinhaltet:

  • moderate Aufnahme freier Zucker < 50g/Tag; entspricht ca. 10% der Gesamtenergiemenge,
  • Beratung zur Reduktion energiedichter Lebensmittel, besonders solcher, die viele gesättigte Fette und freie Zucker enthalten,
  • mindestens 20 g Ballaststoffe,
  • Lebensmittel mit niedrigem glykämischem Index

 Die Diätassistentin sorgt dafür, dass die älteren Menschen ausreichend und ausgewogen versorgt werden (z.B. mit Vitaminen, Ballaststoffen und Calcium).

Sozialdienst

Der Sozialdienst:

  • Berät zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
  • Organisiert ambulante Hilfen
  • Berät zu Pflegegraden bei Pflegebedürftigkeit
  • Organisiert Wohnraumanpassungsmaßnahmen

Gesetzliche Grundlagen und Ziele:

Ziel der Tätigkeit des klinischen Sozialdienstes in der Geriatrie ist es, den durch Krankheit und Behinderung betroffenen älteren Menschen und seine Angehörigen in sozialen Fragen und Angelegenheiten zu beraten und zu unterstützen, um so eine längerfristige Perspektive für die Zeit nach der stationären Behandlung zu entwickeln. Der Sozialdienst in der ambulanten geriatrischen Rehabilitation hat eine zentrale Stellung als „Schnittstellenlotse“ um den Behandlungserfolg des Patienten im Sinne einer größtmöglichen Selbständigkeit und seine Weiterversorgung zu sichern.

Arbeitsweise des Sozialdienstes:

Die Tätigkeit des Klinischen Sozialdienstes der ambulanten Rehabilitation Casana ist im Wesentlichen bestimmt vom Leitbild der Einrichtung. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der durch Krankheit und Behinderung betroffene Mensch in seinem psycho-sozialen Umfeld. Der Sozialdienst ist in das geriatrische Behandlungsteam integriert und ist personell mit einer Diplom-Sozialarbeitern (mit staatlicher Anerkennung) besetzt. Schon zu Beginn der ambulanten Rehabilitation wird in den Aufnahmegesprächen der einzelnen Fachbereiche in enger Absprache mit dem Patienten ein individuelles Behandlungsziel formuliert. Die Situation und Problematik jedes einzelnen Patienten und seine Behandlungsziele werden innerhalb der wöchentlichen Teambesprechungen thematisiert, überprüft und mit dem Patienten gemeinsam angepasst. Der Sozialdienst betreut seine Patienten anhand spezifischer sozialarbeiterischer Interventionsformen. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der individuellen Lebenssituation, der Selbstbestimmung und Ressourcen des Patienten sowie seines Umfeldes. Die individuelle Entlassungsvorbereitung geschieht zusammen mit dem Patienten und ggf. seinen Bezugspersonen in enger Abstimmung mit dem ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Team sowie, falls erforderlich, mit den nachsorgenden Einrichtungen der Altenhilfe. Der Patient wird sowohl in sozialrechtlichen Fragen beraten, als auch in Form von praktischen und organisatorischen Hilfen auf die Entlassung vorbereitet und bei der Bewältigung seiner durch Krankheit bedingten neuen Lebenssituation unterstützt. 

Aufgaben des Sozialdienstes:

  • Behandlung von Problemen, Konflikten und Fragestellungen der Patienten mit den Arbeitsmethoden der Sozialarbeit,
  • Erstellung und Umsetzung eines Hilfeplans, ausgehend von einer Situationsanalyse,
  • Koordination der Hilfen zwischen allen Mitwirkenden am Rehaprozess inner- und außerhalb des Krankenhauses,
  • Erfassung der Komplexität der Lebenslagen sowie Unterstützung von Patienten und deren Bezugspersonen bei der Bewältigung von psychosozialen Problemen und Krisen, die im Zusammenhand mit der Erkrankung oder deren Folgen stehen; Hilfe bei Krankheitsbewältigung,
  • Beratung von Patienten und Bezugspersonen in allen sozialen und sozialrechtlichen Fragen,
  • Unterstützung von Patienten und deren Bezugspersonen bei der Inanspruchnahme von Sozialleistungen,
  • Sicherung der Nachsorge durch Vermittlung von Angeboten im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich,
  • Mitwirkung bei der Einleitung von Maßnahmen nach dem Betreuungsrecht in enger Abstimmung mit dem verantwortlichen Arzt,
  • Aktive Mitwirkung an den patientenbezogenen Rehabesprechungen,
  • Enge Kooperation mit den an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen im Krankenhaus, mit externen Diensten, Einrichtungen und Institutionen des Sozial- und Gesundheitswesens,
  • Beteiligung an krankenhausinternen Angeboten (Angehörigeninformationsveranstaltung), Organisation und Durchführung von themenspezifischen Veranstaltungen für Patienten und Angehörige,
  •  Regelmäßige Fortbildungen der Mitarbeiter zur Aktualisierung des Fachwissens.

Gruppentherapie

Gruppentherapie und Gruppengymnastik:

  • Fördert soziale Kontakte
  • Fördert spielerisch Koordination und Geschicklichkeit
  • Wirkt vitalisierend
  • Steigert Konzentration und Aufmerksamkeit

In der Gruppe mit Spaß bewegen

Innerhalb einer Gruppentherapie werden entweder Patienten mit gleichen oder ähnlichen Erkrankungen oder Gruppen für bestimmte Bewegungsformen, z.B. Spiele/Übungen mit und ohne Gerät, für Ausdauerbelastung wie Gehen bzw. Ergometertraining behandelt. Hierbei sind, gerade im geriatrischen Setting, Gruppengrößen von 3 - 8 Teilnehmern sinnvoll.

Wir führen folgende Gruppenbehandlungen durch:

  • Sturzprophlyaxe
  • Yoga auf dem Stuhl
  • Hockergymnastik
  • Entspannungstechniken: Progressive Muskelrelaxation
  • Atemtherapie
  • Beckenbodenmuskulaturtraining
  • Hirnleistungstraining

Fahrdienst

Fahrdienst:

  • Wir fahren unsere Rehabilitanden kostenfrei zu Casana und wieder nach Hause 

Adminstration

Unsere Adminstration:

  • Sorgt für einen reibungslosen Ablauf
  • Stimmt die Termine mit den Rehabilitanden ab
  • Beantwortet alle Fragen rund um die Rehabilitation
  • Regelt Organisatorisches mit den Kostenträgern
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